Sportökonomie - Studieren, Jobs, Gehalt

Sportökonomie - Studieren, Jobs, Gehalt

 

Sportökonomie: Zwischen Sportwissenschaft und BWL

 

Sportökonomie oder Sportmanagement ist ein Studiengang und Tätigkeitsfeld, in denen man zwei an sich gänzlich unterschiedliche Bereiche vereinen kann: Sport und Wirtschaft. Betriebs- oder volkswirtschaftliches Know-how wird in bestimmten Bereichen des Sports angewendet. Das heißt, ökonomisches Wissen allein ist nicht genug – ebenso wenig reicht es, sich ausschließlich im Sport auszukennen. Sportökonomie vereint beide Pole.

 

Sie gilt oftmals als ein Teilbereich der Sportwissenschaften und bedient sich der Fragen und Methoden aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Als Sportökonom analysiert man Prozesse innerhalb des Sports mit dem Fokus auf wirtschaftlichen Aspekten. Mit ökonomischen Effizienzprinzipien können Akteure im Sport aber auch beraten werden. 

 

 

Was ist Sportökonomie?

 

Was ist Sportökonomie?

 

Fußball ist das eindrücklichste Beispiel für die Bedeutung von Ökonomie im Sport. Aber auch andere Sportarten unterliegen einem Ökonomisierungsprozess, den man mittels Sportökonomie gestaltet. Fußball ist zu einem gewaltigen Business herangewachsen. Die Vereine der Top-Ligen müssen effizient agieren, um nicht nur alle Kostenpunkte wie Transfers, Stadiummiete oder Merchandising zu finanzieren, sondern auch um langfristige Finanzpläne umzusetzen, die es den Vereinen möglich macht, die Bedingungen des eigenen Fußballs immer mehr zu optimieren – sei es durch qualitativ hochrangige Trainer, medizinisches Personal oder Entscheidungen an der Börse.

 

Im Profisport, sehr wohl aber auch im Amateursport, ist die Ökonomie die zweite Seite neben der Sportpraxis. Ein Sportverein muss wirtschaften können, will er eine Plattform für guten Sport sein. Doch auch andere Einrichtungen wie Fitnessstudios oder Physiotherapien brauchen eine ökonomische Sichtweise auf die eigenen Angebote. Darum ist es wenig verwunderlich, dass Sportökonomie als Studiengang den Fokus auf die wirtschaftlichen Aspekte legt, auch wenn Inhalte wie Trainings- oder Gesundheitslehre nicht vernachlässigt werden. Wer Sportökonomie studieren möchte, sollte aber Interesse am ökonomischen Denken mitbringen.

Aufgabenfelder in der Sportökonomie

 

Aufgaben in der Sportökonomie

 

Die Aufgabenfelder eines Sportökonomen variieren im Einzelfall. Im Allgemeinen kann man zwei Tendenzen ausmachen: Es gibt einen deskriptiven Ansatz und einen normativen. Beim deskriptiven Ansatz ist man als Sportökonom in einer eher objektiven Position mit der Aufgabe, ökonomische Aspekte im Sport auf wissenschaftlicher Basis zu untersuchen. Er stellt also Erhebungen an und bedient sich empirischer Vorgehensweisen.

 

Er kann z. B. den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Faktoren und sportlichen Institutionen beschreiben und ihn je nach sportlicher Einrichtung ausdifferenzieren. Beim normativen Ansatz ist der Sportökonom ein Berater und vertritt eher subjektive Standpunkte. Ihm geht es darum, seinen Auftraggeber bestmöglich zu beraten. „Bestmöglich“ heißt, dass er betriebs- und volkswirtschaftliches Wissen anwendet, um den Auftraggeber bei der Effizienzsteigerung seines sportlichen Systems zu unterstützen. Der Sportökonom kann für Verbände, Trainer, Sportler o. Ä. tätig werden.

Anforderungen für den Beruf des Sportökonomen

 

Zu den formellen Anforderungen gehört ein erfolgreicher Studienabschluss in der Sportökonomie. Im Beruf muss der Sportökonom zwei Perspektiven vereinen: den Blick auf den Sport und den Blick hinter die Kulissen – eben auf die Wirtschaftlichkeit. Er ist in erster Linie ein Ökonom und kein Sportfan oder Sportler. Er sollte sich mit Buchhaltung, Rechnungswesen, Controlling und Vermarktung auskennen und diese Aspekte in einen Bezug zum Sport setzen können.

 

Gerade dies zeichnet einen Sportökonomen aus und grenzt ihn von Buchhaltern oder reinen Betriebswirtschaftlern ab. Er verfügt über Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Bereichen Trainings- und Bewegungswissenschaft, Pädagogik und Psychologie sowie aus den medizinischen und physiologischen Bereichen. Erst die Korrelation sportlicher und ökonomischer Wissensbestände definiert einen Sportökonomen.

 

 

 

Das Sportökonomie Studium


Sportökonomie gibt es als Bachelor- und Masterstudium. Es sind Präsensstudiengänge genauso möglich wie Studiengänge an Fernuniversitäten. Zu den Anforderungen gehört eine Hochschulzugangsberechtigung. In der Regel bekommt man diese durch die Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife. Alternativen sind aber auch möglich, so dass Personen ohne Abitur die Chance haben, sich an einer Hochschule zu immatrikulieren.

 

Auf individuelle Zulassungsvoraussetzungen wie etwa ein Numerus clausus ist genauso zu achten wie auf die Art des Studiengangs und des Abschlusses.

 

Die Studiengänge sollten akkreditiert sein. Die Akkreditierung ist ein Verfahren, um die Qualität eines Studiums sowie den Wert des Abschlusses zu sichern. Wer die Chance hat, sollte Sportökonomie auf jeden Fall als ordentliches Studienfach absolvieren.

 

Weiterbildungseinrichtungen, bei denen es zum Abschluss lediglich Zertifikate gibt, können zum individuellen Lebenslauf passen, sollten im Allgemeinen aber gemieden werden, weil die Zertifikate keine staatlich anerkannten Abschlüsse sind. Eine spezielle Anforderung kann eine Zulassungsprüfung sein.

Jobs und Karriereperspektiven in der Sportökonomie


Die Berufsaussichten für Sportökonomen

 

Die Aussichten, mit Sportökonomie eine gute Karriere aufzubauen, sind positiv. Dies liegt nicht nur daran, dass Deutschland ein sportaffines Land ist, sondern auch an der hohen Bedeutung ökonomischen Denkens im Sport. Von der obigen Analyse ausgehend, dass es deskriptive und normative Ansätze gibt, mit denen man tätig werden kann, ist festzuhalten, dass man als Sportökonom überall dort Jobs finden kann, wo Sport professionalisiert ist oder wird.

 

Professionalisierung und Ökonomisierung gehen Hand in Hand. Berater- oder Untersuchungsfunktion sind Fragen der persönlichen Vorliebe. Damit einher sind sie aber auch Wegweiser der künftigen Karriere. Sportökonomen kommen entweder direkt im sportlichen Bereich zum Einsatz oder sie werden in Agenturen tätig, die ihrerseits von sportlichen Systemen engagiert werden. So ist es nicht unüblich, dass Sportökonomen in PR-Agenturen arbeiten oder in Eventagenturen. Sie sind auch im Bereich der Sportartikelherstellung gefragt sowie in Fitness- und Gesundheitsunternehmen. 

Gehalt in der Sportökonomie

 

Was verdient ein Sportökonom?

 

Das Gehalt eines Sportökonomen hängt davon ab, in welchen Bereichen er tätig ist und in welcher Position. Ein Sportökonom im Management eines großen Fußballclubs verdient deutlich mehr als ein Ökonom, der projektbezogen von einem Fitnessstudio engagiert wurde. Die Einstiegsgehälter liegen im Allgemeinen bei ca. 2500 € brutto. Um konkrete Aussagen treffen zu können, ist die Position des Sportökonomen in seinem Tätigkeitsfeld entscheidend.

 

In einer Physiotherapie oder ähnlichen Unternehmen wie Sporttherapie ist der Verdienst gering; er liegt bei ca. 1500 €. Als Assistent der Geschäftsführung eines Sportunternehmens hat man ein Gehalt von ca. 3000 € im Durchschnitt. Die Spannbreite ist sehr hoch, so dass man auf dem Arbeitsmarkt die Grenzen und Möglichkeiten selbst ausloten muss.

 

 

Fazit zur Sportökonomie


Sportökonomie ist ein Tätigkeitsfeld sowie ein Studienfach, das in unterschiedlicher Weise studiert werden kann. Es gibt Bachelor- und Masterstudiengänge, es gibt die Sportökonomie als Teilbereich der Sportwissenschaften, und es gibt Fernstudiengänge sowie die Möglichkeit eines Dualen Studiums. Persönliche Voraussetzung für Erfolg in Studium und Beruf sollte Freude am ökonomischen Denken sein.

 

Aber auch die Fähigkeit, Wissen fächerübergreifend zu vernetzen, ist notwendig. Das wird auch an den Studieninhalten der Sportökonomie deutlich: Es gibt Trainingslehre, aber auch – und das primär – betriebs- und volkswirtschaftliche Inhalte. Hier Zusammenhänge auszumachen und diese später im Beruf anzuwenden, ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance, sich in einer äußerst beliebten Branche wie der Sportökonomie zu positionieren.

 

 

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